Allgemein
Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen vertritt die Interessen seiner Mitgliedsgruppen an über 60 Standorten gegenüber Politik und Gesellschaft. Basis der Arbeit des LHG ist die Autonomie der Mitgliedsgruppen an den Hochschulen. Zur Durchführung seiner Aufgaben sieht der LHG die Mitarbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, insbesondere auf Fachschaftsebene als unverzichtbar an.
Im Zentrum der Politik des LHG steht der Einsatz für die größtmögliche Freiheit jedes einzelnen Menschen, die ihre Grenzen in der Freiheit anderer findet. Der LHG wendet sich dagegen, daß individuelle Gestaltungsmöglichkeiten - gerade im Bereich von Hochschule und Studium - durch administrative Regelungen unnötig eingeschränkt werden.
Aufgaben
Der Bundes-LHG verbindet Studierende, Gesellschaft und Politik. Durch die Mitarbeit in politischen Gremien, durch Öffentlichkeitsarbeit und Stellungnahmen nimmt er Einfluss auf den politischen Diskurs und direkte Entscheidungen. Der LHG dient so als Schnittstelle zwischen den Liberalen Hochschulgruppen vor Ort, die die relevanten Probleme und Fragestellungen kennen und denen, die die Entwicklung beeinflussen können.
Der Bundes-LHG vernetzt die Gruppen untereinander. Die Gedanken, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten gefasst werden, sollen nicht verloren gehen und möglichst vielen zur Verfügung stehen. Der LHG bindet die Hochschulgruppen in ein aktives Netzwerk ein, sammelt Informationen und gibt sie weiter, um die Durchsetzung liberaler Programmatik vor Ort möglichst leicht zu machen.
Der Bundes-LHG ist Dienstleister für die Gruppen. Er stellt Wahlkampf- und Werbematerialien, Positionspapiere und weitere Dienstleistungen für die Gruppen bereit. Er schult deren Mitgliedern für ihre politische Tätigkeit in Seminaren und berät sie bei organisatorischen und programmatischen Fragen. Die Hauptarbeit der Liberalen Hochschulgruppen liegt in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung vor Ort. Diese Arbeit macht der Bundesverband so leicht und effizient wie möglich.
Der Bundes-LHG vertritt die liberalen Studenten. Der Bundes-LHG vertritt die Interessen seiner Mitglieder offiziell auf verschiedenen Ebenen. International ist der LHG bei der European Liberal Youth - LYMEC aktiv, insbesondere im European Liberal Students Network - ELSN. In Deutschland nimmt der LHG etwa einen Sitz im Kuratorium des Studentenwerks wahr oder arbeitet in verschiedenen hochschulpolitischen Gremien der FDP mit. Der Bundesvorsitzende ist in den Bundesvorstand der FDP kooptiert und auf Parteitagen rede- und antragsberechtigt.
Geschichte
Der LHG wurde am 17. Dezember 1987 in Köln von ca. 40 Hochschulgruppen gegründet. Die Gründungsgruppen gehörten zuvor verschiedenen liberalen Hochschulverbänden (Sozialliberaler Hochschulverband - SLH, JuLi-Hochschulgruppen, Liberale Studenteninitiative - LSI) an oder waren unabhängig. Mit der Gründung gab es erstmals seit der Trennung des LSD von der FDP im Jahre 1969 wieder einen bundesweiten Dachverband für alle liberalen Studenten.
Struktur
Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen ist als Dachverband konstituiert. Mitglied sind die einzelnen Ortsgruppen, es besteht weder eine Einzelmitgliedschaft, noch zwischengeschaltete Strukturen. In mehreren Ländern gibt es zudem Landesverbände. Die Ortsgruppen sind in ihrer Arbeit unabhängig von Bundes- und Landesverband.
Organe des Bundes-LHG sind der Bundesvorstand, die Bundesmitgliederversammlung und das Bundesschiedsgericht.
Die Beschlussfassung und die Vorstandswahlen finden in Bundesmitgliederversammlungen statt, die in der Regel zweimal jährlich durchgeführt werden.
Der LHG ist in jeder Form unabhängig. Die Freie Demokratische Partei (FDP) ist der parlamentarische Ansprechpartner des LHG, diese führt den LHG als 'liberales Vorfeld'. Der Verband Liberaler Akademiker (VLA) ist der offizielle Ehemaligenverein des LHG.
Adresse
Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen
Johannes Knewitz (Vorsitzender)
Ackerstr. 3b
10115 Berlin
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