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Uni Greifswald - Demokratie ist für alle da

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[Gruppen-PM] lhg_hgwNachdem nun auch die FAZ online über das Verbot der Kleidermarke Thor-Steinar berichtet, hält die Liberale Hochschulgruppe (LHG) Greifswald das Ansehen der Universität und der Hansestadt für bundesweit gefährdet.

Hintergrund ist die Änderung der Hausordnung durch die Universitätsleitung in die Form des unten angehängten Passus. Der Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe Patrick KAATZ sieht in dieser Änderung einen Versuch Weltoffenheit und Toleranz zu erzwingen und findet es dazu auch problematisch, dass Rechte auf diese Art von der Gesellschaft stigmatisiert werden: "Wir, als Liberale, verstehen Freiheit auch als Freiheit der anders Denkenden. Diesen Anspruch müssen wir nach den uns selbst auferlegten Regeln verteidigen und diese lauten nun mal Toleranz, Weltoffenheit und Meinungsfreiheit. Gerade gegen diese unsere eigenen Regeln verstoßen wir aber, wenn wir unliebsame Ideologien verbieten - beginnend bei ihrer Kleidung - anstatt den Dialog mit den "Betroffenen" zu suchen. Rechtsextreme sind nämlich genauso Bürger dieser Demokratie und selbst wenn sie diese ablehnen, haben wir kein Recht ihnen die Bürgerrechte, wie freie Entfaltung der Persönlichkeit oder Meinungsfreiheit zu entziehen.

Daneben muss den jungen Bürgern viel früher Demokratie nahe gebracht werden. Neben dem Elternhaus sind dort vor allem die Schulen in der Pflicht. Eine Möglichkeit wäre hier, wie z. B. von den Jungen Liberalen gefordert, ein aktives Wahlrecht mit 16, sodass der Schüler die Theorie des Unterrichtes unmittelbar in der Praxis anwenden kann." Die Liberale Hochschulgruppe empfiehlt daher dem Studierendenparlament seinen Beschluss wieder aufzuheben und fordert die Universitätsleitung auf, die Änderung der Hausordnung rückgängig zu machen.

Der betreffende Absatz des Hausordnung der Universität Greifswald: § 5 Abs. 4: "Im Geltungsbereich dieser Hausordnung sind Verhaltensweisen zu unterlassen, die geeignet sind, die öffentliche Wahrnehmung der Universität als weltoffenes, pluralistisches, freiheitliches und demokratisches Zentrum von Forschung und Lehre zu beeinträchtigen. Untersagt ist insbesondere die Verwendung von Kennzeichen mit verfassungswidrigen, rassistischen, Fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden oder anderen menschenverachtenden Inhalten. Ebenfalls untersagt sind Verhaltensweisen, die geeignet sind, diesbezügliche Missverständnisse hervorzurufen."

 

 

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